Geschichte der St. Martinskirche

                           

St. Martinskirche

Befunduntersuchungen in der Segnitzer Kirchenburg bewiesen, dass schon um 700 n. Chr. im Umfeld der St. Martinskirche christlich bestattet wurde. Mit Sicherheit existierte damals auch eine Kapelle, die wohl bereits dem heiligen Martin geweiht war. Der untere Teil des Chor-Kirchturms stammt nach seinen romanischen Stilelementen aus der 1. Hälfte des 13. Jh.

1448 machte sich die bisherige Filialkirche von Frickenhausen selbständig und hatte fortan einen eigenen Priester. Eine Inschrift am Kirchturm weist auf eine Baumaßnahme, wohl die Erhöhung des Turmes, im Jahr 1486 hin. Das Langhaus stammt aus der Zeit um 1600.

Langhaus

1601 bekannten sich die Einwohner zur evangelischen Konfession ihres ansbach-brandenburgischen Dorfherrn. Eine Jahreszahl über dem westlichen Giebelfenster des Kirchenschiffs verrät eine weitere Baumaßnahme im Jahr 1620 als das Segnitzer Gotteshaus im Wesentlichen seine heutige Gestalt erhielt.

Im Inneren sind Renovierungen nach dem verheerenden Hochwasser von 1784 und in den Jahren 1861 und 1908, die folgenschwere Um- und Neugestaltung zwischen 1960 und 1962, sowie die bisher letzte Instandsetzung im Jahr 1995 bekannt.

Altar
Kirchenschiff Richtung Altar

 

Kirchenschiff Richtung Eingang

 

Die Kirche befindet sich in einer ehemaligen Kirchenburg als Teil der Dorfbefestigung: Sie ist an drei Seiten von einer Mauer umgeben; zwei Türme sind erhalten, von denen einer im 18. Jh. zum sog. „Salettchen“ umgebaut wurde. Das ist ein schmuckes dreigeschossiges Ziertürmchen, welches manchen Pfarrern als Studierstube gedient haben soll.

Kirchenburg

 

 

Das Salettchen
Salettchen mit Kirchturm

Die Säule vor dem Pfarramtsgebäude erinnert an das alte Schul- und Lehrerwohnhaus (1565), das zusammen mit dem 1601 erbauten und 1972 ebenfalls abgebrochenen Pfarrhaus den dorfseitigen Abschluss dieser Befestigungsanlage bildete.

Bild Front - wird nachgereicht

Nähere Informationen zur St. Martinskirche, ihrer Geschichte und ihrer Kirchenschätze sowie zur Kirchenburg finden sich in den „Alten Gschichtn“, bzw. in den „Segnitzer Gschichtn“ Nr. 3, 4, 32, 48 und 52,  Autor: Norbert Bischoff, erhältlich  über das Pfarramt, Tel. 09332 8245.

 Fotos und Text: Norbert Bischoff