Erntedankfest 2022

Mit Pfarrerin Eva Thelen feierten am Sonntag viele Segnitzer Erwachsene und Kinder den Erntedank-Gottesdienst.

Herrliches Gemüse, Obst, Brot, Milch, Nudeln und Pflanzen wurden abgeliefert. Schön anzusehen waren die gefüllten Bollerwagen. Die wunderschön gebundene Erntekrone stand ganz obenan und rundete das Bild ab. Auf dem Altar standen Garben, Brot und Trauben. Für mich standen hier die Symbole des Lebens, der Ernährung, der Gaben Gottes.

Aber was war das Thema des Gottesdienstes?

DANK! Natürlich!

Es kann ja nicht anders sein an einem Dankesgottesdienst.

Wofür sind wir dankbar?

Gott, Du hast uns die Welt geschenkt, Gott Du hast die Welt schön gemacht, Du schenkst uns gute Gaben wie Korn, Mehl, Brot, alles Essen, alles Trinken, die Sonne, den Mond die Erde haben die Kindergartenkinder in ihrem Lied „Gott wir danken dir“ gesungen. Sie haben weitere Lieder einstudiert. Mit Bewegung und mit viel Freude trugen sie ihre Beiträge vor. Keine Scheu, kein Geziere. Wunderbar!!!

Nur einer war nicht damit einverstanden zu danken. Nämlich der Rabe. Frau Thelen hat dem Raben alle guten Dinge wie Äpfel, Birnen, Kartoffeln und „Igitt“!! Bluuumenkoooohl angeboten. Nichts davon mag er; dafür kann er nicht danken. Das was er mag sind Erdnüsse. Erdnüsse waren nicht da. So lamentierte er herum, --mecker, mecker, mecker-- „keine Erdnüsse“! nur Gemüse und Obst das er ja nicht mag. Er wüsste nicht warum er danken soll. Es geht ihm schlecht…..es sind ja keine Erdnüsse da.
Nun, Frau Thelen sprach in Ruhe mit dem Raben und machte ihm klar, dass es viele Dinge gibt wofür er dankbar sein kann. Muss er nicht dankbar sein, dass er Eltern hat? Dass er ein schönes Nest hat, dass er gesund ist, immer was zu essen findet? Der Rabe überlegte und fand selbst noch genügend Sachen wofür er dankbar sein kann.
Nun hat er gelernt und dankte Gott, zusammen mit der Kirchengemeinde für alle Gaben.

Danke!
Frau Thelen hatte eine tolle Idee und wollte wissen, ob die Segnitzer spontan sein können.
Auf post its (Merk Zettelchen), die im Liedblatt eingeklebt waren, sollten alle, Erwachsene wie Kinder, ihre Dankbarkeit aufschreiben und auf das große Plakat kleben. Und siehe da! Es funktionierte. Viele, viele Zettel kamen zusammen. Sogar die Kleinsten klebten fest mit.

Nach dem Lied Danke für diesen guten Morgen, angepasst an das Erntedankfest, durften die Kindergartenkinder ihre Fürbitten beitragen. Zuerst traute sich keiner. Dann aber, nach den ersten Mutigen, haben alle Kinder ihre Bitten an Gott gegeben. Und das waren viele!

Nach dem Vaterunser kam der „bewegte Segen“. Das hatten wir im Segnitzer Gottesdienst noch nie. Wir sollen etwas auseinanderrücken, wir brauchen etwas Platz meinte Frau Thelen. Große Verwunderung machte sich breit. Aber siehe da, wir brauchten Platz denn wir legten Hände auf das Herz, öffneten die Arme und drehten uns einmal im Kreis.

Danach noch ein Lied. „Gott dein guter Segen“.

Leider machte das Wetter dem im Anschluss geplanten Picknick einen Strich durch die Rechnung. Anstatt dessen blieben viele Segnitzer noch zu einem guten Gespräch eine ganze Weile in der Kirche.

SCHÖN WARS! Andächtig, musikalisch, lustig, christlich.

 

Nicht die Glücklichen sind dankbar.

Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Danken kann man üben.